FAQ

Warum Glasfaser?

Das Datenvolumen im Internet steigt zunehmend an. Die Datenmengen im Up- und Download gehen teilweise in den Gigabyte-Bereich. Für eine unterbrechungsfreie Nutzung von beispielsweise Online-Diensten ist daher eine immer höhere Bandbreite erforderlich. Der aktuelle Durchschnitt eines herkömmlichen Internetanschlusses liegt derzeit bei 16 Mbit/s, bereits in acht bis zehn Jahren ist aber eine Bitrate von 500 Mbit/s nötig. Diese hohen Geschwindigkeiten können nur mit Glasfaser erreicht werden. Die herkömmlichen Kupferkabel sind dafür nicht geeignet.

Was ist Glasfaser?

Bei Glasfaser handelt es sich um das leistungsfähigste und zukunftssicherste aller Übertragungsmedien für digitale Daten. Sie bietet physikalisch und technisch praktisch unbegrenzte Kapazitäten für Geschwindigkeiten, die den wachsenden Bedarf an Bandbreite auf viele Jahre decken.

Wie hoch sind die Kosten für den Anschluss, was sind die Folgekosten?

Der Breitbandanschluss ist innerhalb der ersten Aktionsphasen noch kostenlos. Wer sich später entscheidet, zahlt 980,- Euro für die Tiefbaumaßnahmen auf dem privaten Grund. Darin enthalten sind 20 Meter Tiefbau von der Hauswand bis zur Grundstücksgrenze zum öffentlichen Grund. Ist diese Strecke länger als 20 Meter, fallen für jeden weiteren Meter zusätzlich 49,- Euro an. Es können aber Synergieeffekte berücksichtigt werden. Diese werden im Einzelfall geprüft.

Nach dem Anschluss entstehen Folgekosten in Form der monatlichen Gebühren für Internet und Telefonie durch den Betreiber. Dies ist in der Mittleren Geest zunächst für 24 Monate die TNG Stadtnetz GmbH aus Kiel.

Wer ist Besitzer, wer ist Betreiber des Netzes?

Besitzer und verantwortlich für den Ausbau des Glasfasernetzes ist der Breitbandzweckverband Mittlere Geest, der von den Gemeinden der Ämter Arensharde und Kropp-Stapelholm gegründet worden ist. Somit gehört das Netz allen Bürgerinnen und Bürgern der Region. Das Netz wird als Open-Access-Modell betrieben und ist langfristig betreiberunabhängig. Für die ersten 24 Monate ist es an die TNG Stadtnetz GmbH verpachtet.

Betreiber und Pächter des Glasfasernetzes ist für die ersten 24 Monate die TNG. Diese ist ebenfalls Ansprechpartner für die Anwohner. Internet und Telefonie können in der Anfangsphase nur über die TNG bezogen werden.

Wann startet der Glasfaserausbau?

Bevor die ersten Baumaßnahmen starten, muss zunächst eine Vorvertragsquote von 60 Prozent erfüllt werden. Erst wenn sich 60 Prozent der Anwohner für einen Anschluss ans Glasfasernetz entschieden haben, werden die ersten Leitungen gelegt. Es liegt also auch in der Hand jedes Einzelnen.

Kann der Ausbau für einzelne Immobilien beschleunigt werden?

Die TNG, als zukünftiger Betreiber, legt die Gebiete und die Reihenfolge des Ausbaus fest. Dies erfolgt nach wirtschaftlichen, technischen und soziodemografischen Kriterien. Zum Start der Baumaßnahmen informiert die TNG die Anschlussinhaber in den entsprechenden Regionen rechtzeitig.

Welche Immobilien werden angeschlossen?

Innerhalb der Region werden langfristig alle Immobilien zu 100 Prozent angeschlossen. Dies betrifft sowohl den dicht besiedelten Raum als auch die Immobilien in Einzellage. So ist es auch in den Rahmenbedingungen der Bundesförderung vorgeschrieben.

Muss ich die Angebote des Betreibers nutzen?

Der BZMG hat das Glasfasernetz für die ersten 24 Monate an die TNG verpachtet. Als Betreiber ist die TNG in dieser Zeit der einzige Anbieter für Internet und Telefonie. Im Rahmen des Breitbandanschlusses muss also ein Vertrag mit der TNG abgeschlossen werden.

Nach Ablauf des Pachtzeitraums steht das Netz auch anderen Anbietern zur Verfügung, da es als „offenes Netz“ konzipiert ist.

Wie geht der Ausbau vor sich?

Die Baumaßnahmen starten nicht in allen Regionen gleichzeitig. Die Reihenfolge, genauso wie der Starttermin, wird vom Betreiber festgelegt.